Andor Endre Gelléri

In ›Die Großwäscherei‹, dem ersten Roman von Andor Endre Gelléri, den er 1931 veröffentlichte, dampfen die Waschbottiche, rotieren die Waschmaschinen und Wäscheschleudern, gleiten die Bügeleisen über die Seidenhemden, pfeifen die Beheizungsrohre. Alle, die in der Dampfwäscherei Phönix arbeiten, träumen von einem besseren Leben. Doch vorerst fügen sie sich in den Arbeitsablauf, um ihre Existenz zu sichern. Der Wäschereibesitzer Taube ist besessen von seinem Ideal von Sauberkeit, aber er ist auch gelangweilt von seiner Macht und sucht Zerstreuung. Alle schwirren um ihn herum, um etwas von seiner Gunst abzubekommen.

Gelléri formt das Treiben in der Wäscherei zu einem sprachlichen Erlebnis. Mit kräftigen Farben malt er die Visionen und die Ängste der Menschen aus und lässt den Leser das Schicksal der einzelnen Figuren mit allen Sinnen erleben. Man meint die Gerüche der Wäscherei zu riechen, die diesigen Dampfschwaden zu spüren, die leuchtenden Kleider zu sehen und die ratternd stampfenden Maschinen der Wäscherei zu hören. »Die Großwäscherei« ist ein Glanzpunkt der ungarischen Literatur und in der Beschreibung der Arbeitswelt mit ihren Zumutungen heute noch so aktuell wie damals.

Bücher von Andor Endre Gelléri

Wir setzen technische und analytische Cookies, so dass wir Ihnen die beste Erfahrung auf unserer Website garantieren können.Akzeptieren und SchließenWeitere Informationen